(Ausgabe Nr. 2)
Cari lettori,
ich bin’s wieder… Beatrice.
Die Ziege, die mehr Charakterstudien betreibt als die meisten Menschen Tagebuchseiten füllen.
Heute sprechen wir über ein Thema, das mich persönlich erschöpft:
„Unnötige Dramen„
Ich sitze also auf meiner Mauer, die Sonne wärmt mein Fell, ich kaue auf einem Grashalm, der älter ist als die letzte gute Idee der Autorin… und was höre ich?
Die Gang – und sie diskutieren.
Über Dinge, die selbst ein Olivenkern nicht interessieren würden.
Zum Beispiel:
- Mai´ra: „Soll ich dieses Kapitel löschen?“
(ich so in Gedanken): Bella, lösch es. Ich habe es schon in meinem dritten Magen verdaut. - Mai´ra: „Warum funktioniert meine Szene nicht?“
(ich so in lauten Gedanken): Weil sie so flach ist, dass selbst ich darauf balancieren könnte. - Die KI: „Ist vielleicht das Einhorn zu albern?“
(ich so entsetzte Gedanken): Das Einhorn? Albern? Ich bitte dich. Ich habe schon ernstere Dialoge in einem Ziegenstall gehört.
Und dann kommt der Moment, den ich am meisten liebe:
Der Mensch schaut in die Ferne, seufzt dramatisch und sagt:
„Ich glaube, ich brauche eine Pause.“
Eine Pause. Von was? Vom Sitzen? Vom Denken? Vom Prokrastinieren?
Ich kaue weiter… langsam… rhythmisch…
Und ich denke mir:
„Mach, was du willst… Aber tu es mit Haltung.“
Denn das ist der Unterschied zwischen euch und mir:
Ihr macht Drama.
Ich bin Drama.
Bis zur nächsten Ausgabe… ich muss jetzt weiterkauen.
Irgendwo in der Ferne hat jemand „Plot Twist“ gesagt, und ich habe Angst.
Beatrice
Ziege. Kritikerin. Mediterrane Wahrheit auf vier Hufen.
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